Psychoonkologie

„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“ (Albert Camus)
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!
Die Diagnose Krebs stellt für den Großteil der betroffenen Frauen und Männer einen Wendepunkt im Leben dar, der den gewohnten Alltag zunächst einmal auf den Kopf stellt. Neben den körperlichen Belastungen treten auch unterschiedliche seelische, familiäre und berufliche Herausforderungen auf. Unsicherheit, Zukunftsängste und Sorgen in Hinblick auf anstehende Therapien belasten zusätzlich.
Patienten und Angehörige stehen vor der Herausforderung, sich in dieser Ausnahmesituation zu orientieren und bestehende Belastungen zu bewältigen. Dabei kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
 

Psycho-onkologische / klinisch-psychologische Behandlung und Beratung

 
Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit den seelischen und sozialen Auswirkungen einer Krebserkrankung und untersucht, wie eine psychologische Behandlung den betroffenen Patienten und ihren Angehörigen helfen kann. Hierbei arbeiten verschiedene Fachdisziplinen (Psychologie, Medizin, Pflege) eng zusammen.
Aufgabe der Psychoonkologie ist es, Betroffene und ihre Angehörigen unterstützend zu begleiten und konkrete Hilfestellungen zu geben. Diese Angebote können nach der Diagnosestellung, während der Behandlung oder auch zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch genommen werden.
Die Unterstützung ist stets freiwillig, richtet sich nach dem Bedarf der Betroffenen und kann vom einmaligen Gespräch über die Vermittlung von Informationen bis hin zur regelmäßigen Begleitung reichen.
 

Mögliche Themen und Ziele

 
• Erleben, Verstehen und Umgehen mit verschiedenen Krankheits- und Behandlungsphasen
• Verbesserung der Lebensqualität 
• Verminderung von Belastungen durch Bestrahlung mit oder ohne Chemotherapie
• Wahrnehmen und Fördern eigener Stärken und Ressourcen, Stärken des Selbstwertgefühls
• Linderung von Angst, Depression und Schmerz
• Entspannung und Entlastung
• Ermutigung zum offenen Ausdruck von Gefühlen, insbesondere Angst, Wut, Trauer…
• Berührtwerden durch die Endlichkeit des Lebens
• Partnerschaft, Familie, Sexualität
• Förderung der verbleibenden Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens
• Unterstützung bei der Kommunikation zwischen Patient und Familie und Behandlern
• Entspannungsübungen in der Gruppe

Sie möchten dieses Angebot nutzen?

 
Unsere PatientInnen bzw. deren Angehörige können sich an die behandelnden ÄrztInnen, an die MitarbeiterInnen der Pflege wenden oder mich gerne direkt kontaktieren:
 
MMag.a Astrid Wieser
Klinische und Gesundheitspsychologin, Pädagogin
Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie – Station 2. Stock
Tel.:  0316 / 385 - 81714  
e-mail: astrid.wieser@klinikum-graz.at
 

 
Letzte Aktualisierung: 20.05.2015